Entstehung

Das Kulturforum der Stadt Witten eröffnete uns – acht Wittener freischaffenden Künstler:innen – die Möglichkeit, die verwaisten Kulturorte zu bespielen. Doch statt zu produzieren und zu versuchen, unser inneres Hamsterrad aus Selbstbehauptung und Kunstproduktion am Laufen zu halten, öffnen wir uns dem Unbekannten.

Wenn wir diese Pause nicht als Zwang begreifen, sondern als bewussten Moment des Innehaltens, wird sie zu einer Kunstpause. Einer Pause, die eine produktive Irritation sein kann und die Wahrnehmung für all das schärft, was sonst unbemerkt unser Leben bestimmt. Für die Routinen, die erst zu spüren sind, wenn sie durchbrochen werden. Für die Zwänge, die uns zu vertraut sind, als dass wir sie noch als solche ernst nehmen könnten. Für das äußere Tempo, das oft gar nicht unserem inneren Tempo entspricht. 

Im Stillstand hat auch die Kunst die Möglichkeit, durchzuatmen. Und mit ihr vielleicht auch die Orte, an denen sie stattfindet.